Wellness für Senioren im Altenheim: Ruhe und echte Entspannung

Wellness für Senioren im Altenheim ist weit mehr als Verwöhnung – es ist ein ganzheitliches Konzept, das Ruhe, Geborgenheit und echte Erholung in den Alltag bringt. Mit zunehmendem Alter wächst das Bedürfnis nach Entschleunigung, nach Momenten der inneren Ruhe und nach einer angenehmen Atmosphäre, die den Körper und die Seele unterstützt.

Wellness steigert nicht nur das körperliche, sondern auch das geistige und seelische Wohlbefinden – durch sanfte Anwendungen wie Massagen, Wärmetherapien und gezielt gestaltete Ruhemomente. Der Begriff Wellness vereint dabei alte Weisheiten aus ganzheitlichen Traditionen wie Ayurveda und der traditionellen chinesischen Medizin, deren Ziel es ist, Körper, Geist und Seele in Harmonie zu bringen. Wer den Begriff grundlegender einordnen möchte, findet unter Wellness-Definition eine kompakte Vertiefung.

Ältere Person sitzt entspannt in warmem, gedimmtem Licht, umgeben von Duftkerzen, weichen Textilien und grünen Pflanzen in einer ruhigen Wellness-Umgebung

 

Inhaltsverzeichnis

Was ist Wellness für Senioren im Altenheim?

Wellness für Senioren im Altenheim ist ein ganzheitliches Konzept aus sanften Massagen, Wärmeanwendungen, Aromatherapie und bewusster Raumgestaltung, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht und echte Erholung, innere Harmonie sowie gesteigerte Lebensqualität schafft.

Wellness im Altenheim funktioniert durch das harmonische Zusammenspiel aus körperlichen Anwendungen, sinnlicher Erfahrung und einer beruhigenden Umgebung. Dabei spielen Ruhe, Wärme, angenehme Düfte, leise Musik und die Aufmerksamkeit von geschultem Personal eine zentrale Rolle. Besonders für ältere Menschen ist diese ganzheitliche Herangehensweise wertvoll, da sie typische altersbezogene Beschwerden lindern kann und gleichzeitig das seelische Wohlbefinden stärkt.

 

Warum ist Wellness für Senioren wichtig?

Mit zunehmendem Alter verändern sich körperliche und emotionale Bedürfnisse grundlegend. Senioren profitieren von Wellness nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional – eine Erkenntnis, die in modernen Altenheimen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Körperliche Vorteile

Wellness-Behandlungen können typische Altersbeschwerden auf sanfte und ganzheitliche Weise lindern. Regelmäßige Massagen lockern Muskelverspannungen, fördern die Durchblutung und können Gelenkschmerzen durch Bewegungsmangel reduzieren. Wärmeanwendungen entspannen die Muskulatur und entlasten die Gelenke, während eine erhöhte Durchblutung den Körper bei der Regeneration unterstützt. Auch Durchblutungsstörungen, Schlafprobleme und Bluthochdruck können durch regelmäßige Wellness-Anwendungen gelindert werden. Der Stresshormonspiegel sinkt, während das Glückshormon Serotonin freigesetzt wird – ein Mechanismus, der nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit fördert.

 

Geistige und seelische Effekte

Noch wichtiger für viele Senioren ist die psychische Wirkung von Wellness. Ein ruhiger, entspannter Moment bietet eine Auszeit vom Alltag und vermittelt Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit und Wertschätzung. Wellness schafft den Raum für bewusste Entschleunigung – einen Moment, in dem nichts geleistet werden muss und der eigene Körper wieder spürbar wird. Dies wirkt sich stabilisierend auf die Psyche aus und kann depressive Verstimmungen mildern. Besonders für Menschen, die in ihrem Alltag wenig Privatsphäre oder Aufmerksamkeit erfahren, kann eine Wellness-Auszeit ein tiefes Gefühl von Angenommen-Sein vermitteln.

 

Lebensqualität und Würde

Wellness erfüllt auch ein grundlegendes menschliches Bedürfnis: sich als Mensch wahrgenommen zu werden. Gerade im fortgeschrittenen Alter, wenn körperliche Abhängigkeiten wachsen, schafft Wellness einen Raum, in dem ältere Menschen sich wieder als ganze Personen – nicht nur als „Patient“ oder „Bewohner“ – erleben können. Diese Würde und Anerkennung sind zentral für echtes Wohlbefinden und Lebensqualität. Wellness trägt dazu bei, dass Senioren sich in ihrer Individualität respektiert fühlen und ihre persönlichen Vorlieben und Grenzen geachtet werden.

 

Die wichtigsten Arten, Bereiche oder Komponenten von Wellness

Wellness im Altenheim funktioniert am besten, wenn verschiedene Elemente zusammenkommen. Jedes dieser Elemente spricht andere Sinne an und trägt zu einem ganzheitlichen Erlebnis bei.

 

Massage und sanfte Berührung

Massage ist eine der wertvollsten Wellness-Anwendungen für Senioren. Sie lockert Verspannungen, regt die Durchblutung an und vermittelt ein tiefes Gefühl von Wärme und Aufmerksamkeit. Besonders wirksam sind sanfte Hand- und Schultermassagen, Fußmassagen oder leichte Ganzkörpermassagen mit angenehmen, pflegenden Ölen. Der Druck sollte individuell angepasst und niemals schmerzhaft sein. Eine Massage im Kontext einer ruhigen Atmosphäre – mit gedimmtem Licht, leiser Musik und angenehmer Temperatur – wird zu einem echten Wohlfühl-Erlebnis. Der physische Kontakt bei einer Massage vermittelt nicht nur körperliche Entspannung, sondern erfüllt auch das menschliche Grundbedürfnis nach liebevoller Berührung, was besonders für isolierte Senioren therapeutisch wertvoll ist.

 

Wärmeanwendungen

Wärme vermittelt Geborgenheit und Komfort. Warme Wickel, Auflagen, Decken oder Fußbäder mit warmem Wasser können das Wohlbefinden deutlich steigern. Besonders ein warmes Fußbad mit grobem Meersalz oder beruhigenden Zusätzen belebt müde Füße und schafft innere Entspannung. Die Kombination aus Wärme und Ruhe ist für viele ältere Menschen besonders angenehm und unterstützend. Auch Dampfbäder oder Saunen können – unter ärztlicher Freigabe – wohltuend wirken, da die feuchte oder trockene Wärme die Durchblutung fördert und das Immunsystem sanft trainiert.

 

Aromatherapie und Düfte

Düfte haben eine unmittelbare, oft unbewusste Wirkung auf Stimmung und Wohlbefinden. Vanille- und Lavendelöl wirken beruhigend und schmerzlindernd, während rotes Mandarinenöl die Durchblutung und Verdauung anregen kann. Ätherische Öle können über verschiedene Wege wirken: beim Beduften von Räumen, in Bädern, als Waschungen oder in Massagen. Die richtige Dosierung ist entscheidend – Düfte sollten dezent und niemals aufdringlich sein. Eine aromatherapeutisch gestaltete Umgebung schafft schnell ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.

 

Musik, Klang und Stille

Auch akustische Reize prägen das Wellness-Erlebnis stark. Leise, entspannende Musik kann eine ruhige Atmosphäre unterstützen, während Klangschalen oder Naturklänge beruhigend wirken. Gleichzeitig ist Stille ein wichtiges Element – nicht jede Wellness-Auszeit braucht Hintergrundmusik. Eine gute Balance zwischen dezenter Akustik und echter Ruhe ist entscheidend. Besonders wichtig ist es, laute oder störende Geräusche zu vermeiden, da diese den Entspannungsprozess unterbrechen.

 

Körperpflege und Hautpflege

Mit zunehmendem Alter wird die Haut trockener, dünner und verliert an Elastizität. Regelmäßige, sanfte Körperpeelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen, regen die Durchblutung an und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und pflegenden Ölen. Ein Peeling kann sowohl im Spa als auch zu Hause durchgeführt werden – mit einfachen, im Drogeriemarkt erhältlichen Produkten. Dies ist eine Wellness-Anwendung, die das Hautbild verbessert und gleichzeitig das Wohlbefinden steigert.

 

Entspannungsübungen und Bewegung

Sanfte Bewegung ist ein wichtiger Teil von Wellness im Alter. Leichte Dehnübungen, einfaches Yoga oder ruhige Atemübungen können den Körper aktivieren, ohne zu überfordern. Diese Übungen fördern Beweglichkeit, Balance und Koordination – und wirken sich gleichzeitig stabilisierend auf die Psyche aus. Das harmonische Zusammenspiel von Körper, Geist und Atem ist zentral und hilft, Stress abzubauen sowie den Blutdruck zu senken. Gerade ruhige Atemsequenzen lassen sich mit Anregungen zur Entspannungs-Atmung sinnvoll ergänzen.

 

Ernährung und Ritual

Auch bewusste Ernährung gehört zum Wellness-Konzept. Der regelmäßige Genuss von grünem Tee soll laut wissenschaftlichen Erkenntnissen das Risiko von Krebserkrankungen senken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und Zahnbefall durch Karies verhindern. Kleine, bewusste Rituale wie eine Tasse warmen Tees in ruhiger Atmosphäre schaffen einen Wellness-Moment, der leicht in den Alltag integriert werden kann. Solche Rituale bieten auch eine strukturierende Komponente, die älteren Menschen Halt und Orientierung gibt.

 

Überblick und Vergleich

Wellness-Angebote unterscheiden sich in ihrem Fokus, ihrer Intensität und ihrer praktischen Umsetzung. Die folgende Tabelle zeigt, welche Anwendungen sich für verschiedene Situationen und Bedürfnisse eignen:

Wellness-Anwendung Fokus Dauer Aufwand Besonders geeignet für
Sanfte Massage Muskulatur, Durchblutung, Entspannung 20–30 Minuten Mittel Verspannungen, Gelenkschmerzen, innere Unruhe
Fußbad Entspannung, Belebung, Wärmetherapie 15–20 Minuten Gering Müdigkeit, Anspannung, zur Vorbereitung anderer Anwendungen
Aromatherapie Stimmung, Atmosphäre, psychisches Wohlbefinden Dauerhaft Gering Raumgestaltung, Unterstützung anderer Anwendungen
Körperpeeling Hautpflege, Durchblutung, Wohlbefinden 15–20 Minuten Gering Hautpflege, Steigerung des Körperbewusstseins
Entspannungsübungen Beweglichkeit, Balance, innere Ruhe 10–20 Minuten Gering Aktivierung, psychische Stabilisierung
Ruhiger Raum mit Musik Sensorische Entspannung, Atmosphäre Variabel Gering Rückzug, innere Ruhe, Vorbereitung auf Ruhezeiten

Diese Übersicht zeigt: Viele wirksame Wellness-Anwendungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen und haben gleichzeitig große Wirkung. Weniger ist oft mehr – eine gut gestaltete Massage oder ein warmes Fußbad in ruhiger Atmosphäre ist wertvoll genug.

 

So funktioniert Wellness für Senioren in der Praxis

Wellness im Altenheim funktioniert am besten, wenn es systematisch, bewusst und mit Aufmerksamkeit für Details umgesetzt wird.

 

Schritt 1: Raumgestaltung und Atmosphäre

Der erste Schritt ist die Schaffung einer ruhigen, angenehmen Umgebung. Dies bedeutet: gedimmtes oder weiches Licht, eine angenehme Raumtemperatur zwischen 22 und 24 Grad Celsius, Ordnung und Sauberkeit. Der Raum sollte klar und nicht überladen wirken. Auch der Zugang zur Natur – ein Fenster mit Ausblick, frische Luft oder die Nähe zu ruhigen Außenbereichen – trägt wesentlich zum Erlebnis bei. Eine angenehme Umgebung schafft bereits die Grundlage für Entspannung; Impulse aus dem Bereich Wellness-Garten können dabei auch für Außenbereiche nützlich sein.

 

Schritt 2: Düfte bewusst einsetzen

Aromatherapie beginnt oft schon beim Eintritt in den Raum. Duftkerzen, Räucherstäbchen oder Öllampen können eine wohltuende Atmosphäre schaffen – allerdings sollte der Duft dezent sein und nicht überwältigend wirken. Lavendel, Kräuter oder frische, natürliche Aromen werden oft als beruhigend erlebt. Der Duft sollte zum Gesamtgefühl der Auszeit passen und niemals aufdringlich sein.

 

Schritt 3: Musik und Klang

Leise, entspannende Musik kann eine ruhige Stimmung unterstützen. Klassische Musik, Naturklänge oder gezielt ausgewählte Instrumentalmusik wirken oft beruhigend. Alternativ kann auch Stille eine wohltuende Option sein – nicht jede Wellness-Auszeit braucht Hintergrundmusik. Entscheidend ist, dass Lautstärke und Tonalität zur Entspannung passen. Für passende Beispiele kann auch Entspannungsmusik inspirierend sein.

 

Schritt 4: Körperliche Anwendungen durchführen

Hier beginnt die eigentliche Wellness-Anwendung. Eine Massage sollte mit warmen, angenehmen Ölen durchgeführt werden, in ruhiger Umgebung und mit angepasstem Druck. Ein Fußbad kann mit warmem Wasser, grobem Meersalz und ätherischen Ölen durchgeführt werden. Ein Peeling sollte sanft sein und mit pflegenden Ölen abgeschlossen werden. Jede Anwendung sollte sich natürlich und wohltuend anfühlen – nicht aufdringlich oder überfordernd. Wer einzelne Formate genauer vergleichen möchte, kann ergänzend auf Wellness-Behandlung schauen.

 

Schritt 5: Zeit und Raum für Nachwirkung

Besonders wichtig ist, dass die Anwendung nicht sofort von Hektik unterbrochen wird. Eine kurze Ruhephase danach – vielleicht mit einer warmen Decke, ein paar ruhigen Minuten oder einem warmen Tee – hilft dem Körper, die Entspannung zu vertiefen und zu bewahren. Dies ist oft der wichtigste Teil des Erlebnisses.

 

Typische Probleme, Risiken oder Fehler

Auch bei guten Absichten können bei der Umsetzung von Wellness im Altenheim Fehler entstehen, die die Wirksamkeit mindern oder sogar kontraproduktiv sind.

 

Zu laute oder überfüllte Umgebung

Einer der häufigsten Fehler ist, Wellness-Anwendungen in einer Umgebung durchzuführen, die nicht ruhig ist. Hintergrundgeräusche, viele Menschen im Raum oder Hektik unterbrechen die Entspannung und machen es Senioren schwer, wirklich loszulassen. Eine ruhige, geschützte Umgebung ist nicht optional – sie ist zentral für das Erlebnis.

 

Zu intensive oder unangenehme Anwendungen

Nicht alle Wellness-Anwendungen passen zu allen Menschen. Ein zu fester Druck bei einer Massage, zu heiße Bäder oder zu intensive Düfte können unangenehm statt wohltuend sein. Besonders wichtig ist es, individuelle Vorlieben und körperliche Grenzen zu respektieren. „Weniger ist mehr“ ist oft die richtige Herangehensweise.

 

Fehlende Privatsphäre

Manche Senioren fühlen sich unwohl, wenn andere Menschen den Raum betreten oder wenn die Tür nicht richtig schließt. Privatsphäre und ein geschützter Raum sind essenziell, damit sich Menschen wirklich entspannen können.

 

Ungeeignete Zeitpunkte

Eine Wellness-Auszeit kann nicht zu jeder Tageszeit gleich wirksam sein. Wenn ein Senior gerade beschäftigt war oder nervös ist, kann es länger dauern, bis die Entspannung eintritt. Ein ruhiger Nachmittag oder der späte Morgen sind oft bessere Zeitpunkte als hektische Zeiten im Tagesablauf.

 

Zu kurze Dauer

Echte Entspannung braucht Zeit. Eine 5-minütige Massage ist nicht dasselbe wie 20–30 Minuten. Der Körper braucht Zeit, um wirklich loszulassen. Kurze Anwendungen können trotzdem wertvoll sein, sollten aber nicht als vollständige Wellness verstanden werden.

 

Mangelnde Nachbetreuung oder abrupter Übergang

Ein häufiger Fehler ist, die Anwendung zu beenden und die Person direkt wieder in hektische Aktivitäten zu schicken. Dies „bricht“ die Entspannung auf. Eine sanfte Rückkehr in den Alltag, mit etwas Zeit und eventuell einem warmen Getränk, ist wichtig.

 

Auswahlhilfe und Bewertung

Welche Wellness-Anwendung passt zu welcher Situation? Die folgende Tabelle hilft bei der Auswahl:

Situation / Bedürfnis Empfohlene Anwendung Begründung Häufigkeit
Muskelversp., Gelenkschmerzen Sanfte Massage Lockert Verspannungen direkt, fördert die Durchblutung 1–2 mal pro Woche
Schlafstörungen, innere Unruhe Aromatherapie + ruhiger Raum Schafft beruhigende Atmosphäre, fördert Entspannung Täglich möglich
Müdigkeit, Antriebslosigkeit Fußbad + Bewegungsübungen Belebt sanft, aktiviert Körper und Geist 2–3 mal pro Woche
Haut trocken, spannend Körperpeeling + Hautpflege Verbessert das Hautbild, erhöht das Körperbewusstsein 1–2 mal pro Monat
Gefühl von Einsamkeit, Stress Massage + bewusste Aufmerksamkeit Vermittelt Wertschätzung und Geborgenheit 1–2 mal pro Woche
Bluthochdruck, innere Anspannung Kombiniert: Wärme + Ruhe + Musik Senkt Stresshormone, beruhigt das Nervensystem Mehrmals pro Woche

Diese Tabelle zeigt: Jede Situation hat eine passende Wellness-Lösung. Wichtig ist, die richtige Anwendung mit der richtigen Häufigkeit zu kombinieren und dabei individuelle Vorlieben zu berücksichtigen. Eine differenzierte Auswahl trägt maßgeblich zur Wirksamkeit bei und sichert, dass jeder Senior die für seine spezifischen Bedürfnisse passende Unterstützung erhält.

Gruppe von Senioren bei sanfter Dehnübung in heller Wellness-Umgebung, umgeben von Pflanzen und natürlichem Licht, mit entspannten Gesichtszügen

Woran erkennt man eine gute Lösung?

Eine gute Wellness-Auszeit für Senioren im Altenheim zeichnet sich durch mehrere klare Merkmale aus:

 

Echte Entspannung ist spürbar

Der beste Maßstab ist das Wohlgefühl selbst. Wenn ein Senior nach einer Anwendung entspannter wirkt, leiser atmet, ein Lächeln auf den Lippen hat oder innerlich ruhiger ist – dann war die Anwendung wirksam. Entspannung zeigt sich oft in Entlastung, innerer Ruhe und einem angenehmen Körpergefühl.

 

Ruhe statt Hektik

Die Umgebung ist deutlich ruhiger als der normale Alltag. Die Lautstärke ist gering, die Bewegungen sind langsam und bewusst, die Abläufe sind klar. Alles fühlt sich entschleunigt an – das ist ein gutes Zeichen.

 

Individuelle Anpassung

Eine gute Lösung respektiert die Vorlieben des einzelnen Menschen. Nicht alle Senioren mögen Düfte gleich intensiv oder Musik gleich laut. Eine gelungene Wellness-Auszeit passt sich an – das ist ein starker Indikator für Qualität.

 

Einfachheit und Klarheit

Besonders wichtig für ältere Menschen: Die Abläufe sind verständlich und nicht überfordernd. Es gibt keine komplexen Erklärungen oder unerwarteten Überraschungen. Alles ist klar, transparent und nachvollziehbar – das schafft Sicherheit.

 

Privatsphäre und Schutz

Der Raum ist geschützt, Unterbrechungen sind minimal, und die Person fühlt sich sicher und ungestört. Dies ist oft die Grundlage für echte Entspannung.

 

Positive körperliche Zeichen

Nach einer guten Wellness-Anwendung zeigen sich oft positive körperliche Veränderungen: leichtere Bewegungen, bessere Schlafqualität in der folgenden Nacht, reduzierte Schmerzen oder ein sichtbar verbessertes Hautbild nach Peelings.

 

Checkliste zu Wellness im Altenheim

Nutze diese Checkliste, um zu prüfen, ob eine Wellness-Anwendung oder eine Wellness-Umgebung wirklich passend und hochwertig ist:

  • Ist der Raum ruhig, mit gedimmtem oder weichem Licht?
  • Ist die Raumtemperatur angenehm (ca. 22–24 °C)?
  • Sind störende Geräusche minimiert?
  • Ist eine angenehme Duftkulisse vorhanden (dezent, nicht aufdringlich)?
  • Spielt leise Musik oder ist es angenehm ruhig?
  • Ist Privatsphäre gewährleistet (Tür zu, Unterbrechungen minimal)?
  • Sind die Materialien angenehm (warme Tücher, weiche Stoffe)?
  • Werden Druck und Intensität der Anwendung auf individuelle Vorlieben abgestimmt?
  • Hat die Anwendung ausreichend Zeit (mindestens 15–20 Minuten für Massagen)?
  • Wird eine Nachbetreuungszeit mit Ruhe eingeplant (nicht sofort wieder Hektik)?
  • Werden individuelle Vorlieben und körperliche Grenzen respektiert?
  • Fühlt sich die Person danach entspannter, ruhiger und wohler?
  • Sind die Abläufe klar und verständlich?
  • Gibt es Rückmeldungen vom Senior über positive Effekte?
  • Wird regelmäßig überprüft, welche Anwendungen am besten passen?

Häufige Fragen (FAQ)

 

Ist Wellness im Altenheim kostengünstig umzusetzen?

Ja, viele wirksame Wellness-Anwendungen sind sehr kostengünstig. Ein warmes Fußbad, eine einfache Massage durch geschultes Personal oder die Schaffung einer ruhigen Atmosphäre mit Duftkerzen erfordern minimale Ressourcen. Besonders wichtig sind Zeit und Aufmerksamkeit – nicht teure Ausstattung.

 

Braucht ein Senior ärztliche Freigabe für Wellness?

Bei einfachen Anwendungen wie Massagen, Fußbädern oder Aromatherapie ist eine ärztliche Freigabe in der Regel nicht nötig – sofern keine Kontraindikationen bekannt sind. Bei Saunen, intensiveren Wärmeanwendungen oder bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen sollte aber der Hausarzt befragt werden.

 

Wie oft sollten Wellness-Anwendungen durchgeführt werden?

Dies hängt vom Individuum und vom Bedürfnis ab. Leichte Massagen können 1–2 mal pro Woche sinnvoll sein, während Aromatherapie oder ruhige Räume täglich genutzt werden können. Eine zu häufige Routine kann auch reizend wirken – es kommt auf die Balance an.

 

Kann Wellness bei Demenz wirksam sein?

Ja, besonders bei Menschen mit Demenz können Wellness-Anwendungen sehr wertvoll sein. Sanfte Massagen, angenehme Düfte, Musik und eine ruhige Umgebung wirken oft unmittelbar und können Unruhe oder Angst lindern – auch wenn die Person nicht verbal reagiert. Das Erleben mit allen Sinnen steht hier im Vordergrund.

 

Was ist der Unterschied zwischen Wellness und medizinischer Behandlung?

Wellness ist keine Therapie im medizinischen Sinne, sondern eine ganzheitliche Förderung von Wohlbefinden. Sie kann bei Beschwerden lindernd wirken, ist aber kein Ersatz für ärztliche Behandlung. Wellness und Medizin können sich aber sinnvoll ergänzen.

 

Welche Rolle spielt die Atmosphäre wirklich?

Die Atmosphäre ist zentral. Licht, Duft, Lautstärke und Temperatur beeinflussen, ob sich ein Senior wirklich entspannen kann oder angespannt bleibt. Eine gute Umgebung ist oft die Grundlage für den Erfolg von Wellness-Anwendungen.

 

Fazit

Wellness für Senioren im Altenheim schafft durch sanfte Anwendungen, bewusste Raumgestaltung und individuelle Aufmerksamkeit echte Erholung, Würde und Lebensqualität – ohne teure Ausstattung, sondern durch durchdachte Atmosphäre und ehrliche Geborgenheit. Für zusätzliche alltagsnahe Impulse können auch allgemeine Wellness-Ideen hilfreich sein.

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