Auszeit nehmen vom Alltag: Wie Du wirklich abschaltest

Eine Auszeit vom Alltag ist kein Luxus – sie ist ein notwendiger Akt der Selbstfürsorge, den sich jeder verdient. Wenn Termine, Verpflichtungen und ständige Erreichbarkeit Dich auslaugen, signalisiert Dir Dein Körper und Geist einen klaren Wunsch: raus aus dieser Spirale, hinein in Ruhe und echte Erholung.

 

Der Unterschied zwischen freier Zeit und einer echten Auszeit liegt in der bewussten Entscheidung, der richtigen Umgebung und dem inneren Zustand. Dieser Artikel hilft Dir, Dein echtes Bedürfnis nach Erholung zu erkennen, einen authentischen Ort zu finden, an dem Du wirklich entspannen kannst, und eine Auszeit für mich zu gestalten, die nachhaltig wirkt und Dir wirklich guttut.

Familie entspannt zusammen in ruhiger Naturlage und teilt authentische Momente der Auszeit vom Alltag

 

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Auszeit vom Alltag?

Eine Auszeit vom Alltag ist eine bewusst gestaltete Pause vom gewohnten Rhythmus, bei der Du Dir absichtlich Zeit für Dich selbst nimmst, um zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Sie bedeutet, bewusst Abstand von Terminen, Verpflichtungen und Dauererreichbarkeit zu schaffen und Raum für innere Ruhe zu schaffen.

Eine echte Auszeit unterscheidet sich von bloßer freier Zeit dadurch, dass sie mit klarer Absicht gestaltet ist. Sie findet an einem Ort statt, der Ruhe ermöglicht, und wird nicht durch Druck oder Überplanung belastet. Sie gibt Dir Raum für Langsamkeit, Genuss und einfaches Sein – ohne Leistungsdruck oder Optimierungszwang. Die Dauer ist nicht entscheidend: ob ein ruhiges Frühstück ohne Hektik, ein freies Wochenende oder mehrere Tage in einer entspannten Umgebung – entscheidend ist, dass sie Dir wirklich Entlastung bringt und Du Dich dabei authentisch erholen kannst.

 

Warum ist eine Auszeit vom Alltag wichtig?

Viele Menschen sehnen sich im Alltag nach einer echten Pause, weil Dauerstress und ständige Anforderungen überwältigend werden. Das Gefühl, nur noch zu funktionieren, ist ein klares Zeichen dafür, dass eine Auszeit mehr ist als nur angenehm – sie ist notwendig für Deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Eine regelmäßige Auszeit hat nachweislich positive Effekte auf mehreren Ebenen:

  • Körperliche Erholung: Stress wird abgebaut, Dein Nervensystem kann sich wirklich beruhigen, der Schlaf wird tiefer und regenerativer.
  • Mentale Klarheit: Mit Abstand zum Alltag entstehen oft neue Perspektiven und kreative Lösungen für Probleme, die Dich belastet haben.
  • Emotionale Stabilität: Regelmäßige Pausen helfen Dir, Reizbarkeit zu reduzieren und innere Unruhe loszulassen.
  • Rückkehr mit neuer Energie: Wer sich wirklich erholt hat, kehrt motivierter, fokussierter und ausgeglichener in den Alltag zurück.
  • Selbstfürsorge und Selbstliebe: Sich selbst Zeit zu gönnen, ist ein bewusster Akt der Achtung vor Deinen eigenen Bedürfnissen.

Besonders wichtig ist zu verstehen: Eine Auszeit ist kein Zeichen von Schwäche oder Egoismus. Sie ist ein notwendiger Gegenpol zum alltäglichen Tempo und ein Weg, langfristig gesünder, zufriedener und leistungsfähiger zu bleiben. Eine regelmäßige Pausenkultur schützt Dich vor Burnout und hilft Dir, im Alltag präsenter zu sein.

 

Die wichtigsten Arten von Auszeiten

Es gibt verschiedene Formen von Auszeiten, je nachdem, wie viel Zeit Du hast, wie Dein Bedürfnis konkret aussieht und was Dir persönlich guttut:

 

Kleine Auszeiten im Alltag

Auch während eines normalen Tages lassen sich bewusste Erholungspausen einbauen: ein ruhiges Frühstück, bevor der Trubel beginnt; ein bewusster Spaziergang, bei dem Du wirklich bei Dir bist; ein paar Minuten ohne Handy; ein Tee ohne Ablenkung. Diese Momente ersetzen keine längere Erholung, unterbrechen aber wirksam den Alltagsrhythmus und laden Deine inneren Batterien auf.

 

Kurzurlaub und Wochenendtrips

Ein freies Wochenende oder ein paar Tage weg können bereits viel bewirken, wenn sie bewusst genutzt werden. Der Schlüssel liegt darin, dass es nicht überfüllt mit Aktivitäten ist. Ein echter Kurzurlaub braucht genug Raum für Spontaneität, Muße und echte Entschleunigung – nicht ein eng durchgetaktetes Programm.

 

Mehrtägige Auszeit-Reisen

Eine Reise von mehreren Tagen an einen ruhigen Ort ermöglicht tiefere und nachhaltigere Erholung. Ob Natur, Berg, See, Wald oder ein stilles Kloster – die Umgebung unterstützt aktiv Deinen inneren Abstand zum Alltag und hilft Deinem Nervensystem, wirklich herunterzufahren. Wenn Dich besonders die Natur anspricht, kann eine Auszeit im Wald eine sehr stimmige Form davon sein.

 

Retreats und strukturierte Auszeiten

Ein Retreat bietet einen geregelten Tagesablauf mit Fokus auf ein bestimmtes Thema – etwa Yoga, Journaling, Wandern, Achtsamkeit oder Stille. Diese bewusste Struktur kann sehr unterstützend wirken, da Du nicht selbst planen musst und mit Gleichgesinnten zusammen bist, die ähnliche Werte teilen. Wer dabei Körperarbeit und Ruhe verbinden möchte, findet in einer Yoga-Auszeit in Deutschland oft einen passenden Rahmen.

 

Überblick und Vergleich von Auszeit-Formen

Die folgende Tabelle gibt Dir einen transparenten Überblick über verschiedene Auszeit-Optionen und zeigt Dir auf einen Blick, welche Form zu Deiner Situation und Deinen Bedürfnissen passt:

Auszeit-Form Dauer Aufwand Erholungspotenzial Best for
Kleine Alltagsmomente 5–30 Min. Gering Moderat Tägliche Achtsamkeit & Kontinuität
Wochenendtrip 2–3 Tage Mittel Gut Schnelle Erholung & Abwechslung
Kurzurlaub 4–7 Tage Mittel Sehr gut Echtes Abschalten & Reset
Retreat 3–7 Tage Mittel bis hoch Sehr gut Fokussierte Entwicklung & Gemeinschaft
Längere Auszeit 2+ Wochen Hoch Tiefe Erholung Umfassender Reset & Neuorientierung

 

So funktioniert eine Auszeit in der Praxis

Eine wirksame Auszeit folgt einigen praktischen Prinzipien, die Dir helfen, echte Erholung zu erreichen, statt nur Zeit zu verbringen:

 

Erkenne Dein echtes Bedürfnis

Der erste Schritt ist ehrliche Selbstbeobachtung. Woran merkst Du, dass Du eine Auszeit brauchst? Schau auf diese konkreten Signale, die Dein Körper und Geist Dir senden:

  • Du kannst nicht abschalten, obwohl Du körperlich erschöpft bist
  • Kleine Dinge reizen Dich schnell und Deine Geduld ist dünn
  • Du sehnst Dich unbewusst nach Stille, nach Natur oder nach Langsamkeit
  • Dein Schlaf ist unruhig, flach oder nicht erholsam
  • Du hast das durchgehende Gefühl, nie wirklich zur Ruhe zu kommen
  • Die Gedanken kreisen ständig um Aufgaben, Verpflichtungen und offene Probleme

Dein echtes Bedürfnis sollte Deine Auszeit leiten – nicht Pinterest-Bilder, nicht Erwartungen anderer Menschen und nicht ein abstraktes Ideal von Erholung.

 

Plane bewusst, nicht überfüllt

Eine gute Auszeit braucht echte Luft zum Atmen. Das bedeutet konkret: Nicht jeden Moment verplanen, sondern bewusst Raum für Spontaneität, für Nichtstun, für einfaches Sein schaffen. Ein übervoll programmiertes Wochenende ist anstrengend, keine echte Erholung. Maximal 30–40 Prozent Deiner Zeit sollten mit geplanten Aktivitäten gefüllt sein.

 

Wähle einen Ort, der Dir entgegenkommt

Der Ort ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. Ein guter Auszeit-Ort sollte folgende Eigenschaften haben:

  • Ruhig sein – nicht überfüllt, nicht laut, nicht an Durchgangsstraßen gelegen
  • Eine entspannte, gelassene Atmosphäre ausstrahlen (nicht gehetzt, nicht gewinnorientiert wirkend)
  • Naturelemente bieten, wenn möglich (Wald, Wasser, Berg, Wiese beruhigen das Nervensystem)
  • Wenig Ablenkung haben (keine Großveranstaltungen, kein Event-Betrieb)
  • Sich authentisch und unaufgeregt anfühlen – nicht inszeniert oder künstlich

Nutze kleine Auszeiten bewusst im Alltag

Du findest zwischen all den Anforderungen kleine Lücken. Nutze sie bewusst und regelmäßig:

  • In Ruhe frühstücken, bevor der Tag und seine Anforderungen beginnen
  • Eine Kaffeepause ohne Handy, ohne Gedankenschweife, wirklich nur Kaffee trinken
  • Ein Spaziergang, bei dem Du wirklich bei Dir bist – nicht bei Gedanken
  • Ein paar Minuten Stille vor dem Einschlafen
  • Wichtig: Plane diese Momente bewusst ein und schütze sie wie Termine – sonst verschwinden sie im Alltag

Schaffe digitale Distanz bewusst

Ständige Erreichbarkeit und Bildschirmzeit halten Deinen Kopf im Alltagsmodus fest. Eine echte Auszeit braucht digitale Pausen: weniger Mails checken, weniger Social Media konsumieren, vielleicht sogar das Handy bewusst für mehrere Stunden weglegen. Dein Nervensystem entspannt sich nur, wenn es nicht ständig durch Benachrichtigungen aktiviert wird.

 

Integriere Genuss bewusst

Genussmomente geben einer Auszeit Tiefe und machen sie erinnerbar und erfüllend: ein ruhiges Frühstück mit guten Produkten, eine Mahlzeit ohne Hektik und Nebenablenkung, Tee oder Kaffee, bei dem Du wirklich schmeckst, statt nur zu konsumieren. Genuss ist kein Extra oder Luxus, sondern ein zentraler Teil der Erholung.

 

Typische Probleme und häufige Fehler

Bei der Planung und Durchführung von Auszeiten entstehen immer wieder erkennbare Hürden, die Deine Erholung sabotieren können:

 

Schuldgefühle und innerer Druck

Viele Menschen haben unbewusst Schwierigkeiten, sich eine Auszeit ohne schlechtes Gewissen zu gönnen. Das Gefühl, noch etwas erledigen zu müssen, oder die Sorge, egoistisch zu sein, kann eine Pause sabotieren. Wichtig zu verstehen: Selbstfürsorge ist nicht egoistisch. Wer sich erholt, ist stabiler, leistungsfähiger und präsenter – das kommt auch Deinem Umfeld zugute.

 

Freie Zeit verwechseln mit echter Erholung

Ein arbeitsfreier Tag ist nicht automatisch eine Auszeit. Wenn Du die Zeit mit Haushalt, Besorgungen, Erledigungen oder Terminen ausfüllst, ist das noch immer Leistung und Arbeit. Eine echte Auszeit braucht echte Pausen von allen Arten von Verpflichtungen, nicht nur von beruflichen.

 

Zu viele Aktivitäten planen

Der unbewusste Wunsch, die Auszeit-Zeit „optimal zu nutzen“, führt oft zu vollen Wochenenden mit Aktivitäten. Das Ergebnis: Du kommst nicht zur Ruhe. Eine gute Auszeit hat große unverplante Zeitfenster, in denen nichts Bestimmtes geplant ist – Du kannst spontan tun, was sich richtig anfühlt.

 

Einen Ort wählen, der nicht passt

Ein trendiges Hotel kann laut sein, ein „Wellness-Wochenende“ kann stressig wirken, wenn zu viel Programm angeboten wird. Der Ort sollte Deinem echten Bedürfnis entsprechen – nicht der Erwartung anderer Menschen oder Pinterest-Trends.

 

Digitale Dauererreichbarkeit beibehalten

Wenn Du während der Auszeit ständig Mails checkst, auf dem Handy scrollst oder antwortest, bleibt Dein Kopf im Alltagsmodus. Eine echte Pause braucht bewusste digitale Grenzen und echte Abkopplung.

 

Zu kurze Erholungsphase einplanen

Echte Entschleunigung braucht Zeit. An Tag eins bist Du oft noch angespannt, der Kopf ist noch im Alltagsthemen-Modus. Die wirkliche Erholung beginnt erst ab Tag zwei oder drei, wenn Dein Nervensystem wirklich herunterfährt. Wenn Du tiefer einsteigen möchtest, kann der Blick auf Burnout-Auszeit: Wie lange zusätzliche Orientierung geben.

 

Auswahlhilfe: Welche Auszeit passt zu Dir?

Um die richtige Auszeit für Dich zu wählen, stelle Dir folgende konkrete Fragen:

 

Wie viel Zeit hast Du wirklich verfügbar?

Sei ehrlich mit Dir: Hast Du nur ein Wochenende, mehrere Tage oder eine ganze Woche? Die verfügbare Zeit bestimmt realistisch, was möglich ist und wie tief die Erholung sein kann.

 

Was brauchst Du wirklich – nicht abstrakt, sondern konkret?

Suchst Du nach Stille und innerer Ruhe, nach Bewegung und körperlicher Aktivität, nach Natur und frischer Luft, nach Genuss und Verwöhnung, nach gemeinsamer Zeit mit nahestehenden Menschen oder nach Abstand von bekannten Umgebungen? Dein echtes, inneres Bedürfnis sollte die Auswahl leiten – nicht Instagram-Bilder oder Empfehlungen anderer.

 

Allein, zu zweit oder in der Gruppe – was tut Dir gut?

Manche Menschen entspannen besser in Einsamkeit, andere brauchen vertraute Menschen oder die Energie von Gleichgesinnten. Es gibt kein „richtig“ – nur das, was Dir persönlich guttut und Deinen Körper entspannt. Für gemeinsame Tage kann zum Beispiel eine romantische Auszeit zu zweit oder ein Freundinnen-Wochenende passend sein.

 

Möchtest Du Struktur oder völlige Freiheit?

Möchtest Du einen geplanten Tag mit Yoga, Wanderung oder Programm, oder brauchst Du völlige Freiheit, um zu tun, was sich im Moment richtig anfühlt? Manche Menschen beruhigt Struktur, andere fühlen sich darin eingeengt.

Die folgende Auswahlmatrix hilft Dir, den zu Deiner Situation und Deinen echten Bedürfnissen passenden Ort und die passende Form zu finden:

 

Dein Bedürfnis Ideale Umgebung Empfohlene Dauer Aktivitäten & Ansatz
Totale Ruhe & Stille Kloster, ruhiges Hotel, Natur, einsame Hütte 3–7 Tage Minimal: lesen, schlafen, nachdenken, stille Beobachtung
Natur & Bewegung Berge, Wald, See, Wanderregion, Naturhotel 2–5 Tage Wandern, spazieren gehen, draußen sein, Bach beobachten, Waldluft
Wellness & Verwöhnung Wellnesshotel, Spa, entspannendes Retreat 2–4 Tage Massage, Sauna, Yoga, gutes Essen, warme Bäder
Struktur & Fokus Retreat mit Programm, Kurs, Workshop, Seminarhotel 3–7 Tage Yoga, Journaling, Meditation, Coaching, Lerngruppe
Gemeinsame Zeit Ruhiges Hotel, Natur, kleine gemütliche Unterkunft 2–4 Tage Spaziergänge, tiefe Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten
Person sitzt in ruhiger Waldumgebung und genießt bewusste Momente der Entschleunigung und Entspannung

Woran erkennst Du einen wirklich ruhigen Ort?

Ein authentischer Auszeit-Ort wirkt nicht inszeniert oder marketingorientiert, sondern selbstverständlich gelassen und menschlich. Hier sind die konkreten Erkennungszeichen:

 

Atmosphäre statt Show

Die beste Spa-Ausstattung hilft nicht, wenn die Gesamtatmosphäre gehetzt wirkt. Ein wirklich ruhiger Ort strahlt natürliche Leichtigkeit aus. Menschen wirken dort entspannt, nicht angespannt. Der Ton ist leise und unhektisch. Die Mitarbeiter wirken nicht angespannt oder ausgebrannt.

 

Überschaubare Größe

Große, volle Hotels können laut und unübersichtlich wirken. Ein kleinerer Ort ermöglicht bessere Ruhe. Weniger Menschen bedeuten weniger Lärm, weniger Trubel und weniger ständige Begegnungen.

 

Naturnahe Lage

Ein Ort mit Blick auf Wald, Berg, See oder Wiese wirkt automatisch entlastend und beruhigend. Natur gibt dem Kopf weniger künstliche Reize und mehr Raum für innere Ruhe. Für viele Menschen ist genau diese Nähe zur Natur der Kern echter Entspannung in der Natur .

 

Lage entfernt von Lärm und Durchgangsverkehr

Ein Ort an einer lauten Straße oder in einer geschäftigen Gegend ist keine echte Auszeit. Achte auf die Lage: Ist sie abseits gelegen, ruhig, geschützt vor Außenlärm?

 

Keine Event- oder Party-Atmosphäre

Orte mit lautem Nachtleben, großen regelmäßigen Veranstaltungen oder Event-Betrieb sind nicht für tiefe Erholung gemacht. Eine gute Auszeit-Location wirkt ruhig und unaufgeregt.

 

Natürliche, stimmige Gestaltung

Echte Materialien, schöne Räume mit klarer Struktur, natürliche Farben und durchdachte Details wirken entspannend. Künstliche Übergestaltung, Kitsch oder zu modernes Glitzern wirken anstrengend.

 

Kleine, aufmerksame Details

Ein gutes Frühstück mit Qualitätsprodukten, freundliche Mitarbeiter, aufgeräumte Räume, durchdachte Kleinigkeiten wie ein gutes Bett oder stilles Licht – das macht den Unterschied zwischen okay und wirklich gut.

 

Spürbare, echte Gelassenheit

Es gibt einen unsichtbaren, aber spürbaren Unterschied zwischen einem Ort, an dem Du Dich schnell entspannen kannst, und einem, an dem Du Dich anstrengen musst oder unbewusst angespannt bleibst. Vertraue auf Dein Bauchgefühl und Deine körperliche Intuition.

 

Checkliste für Deine Auszeit

Nutze diese praktische Checkliste zur Planung und Durchführung Deiner Auszeit – damit Du wirklich nichts Wichtiges vergisst:

 

Vor der Auszeit

  • ☐ Mein echtes Bedürfnis klären: Wofür brauche ich diese Auszeit wirklich?
  • ☐ Zeitfenster festlegen und blockieren – ohne Wenn und Aber
  • ☐ Zeitfenster schuldenfrei annehmen – Selbstfürsorge ist nicht egoistisch, sondern notwendig
  • ☐ Den passenden Ort recherchieren und bewusst auswählen
  • ☐ Überbuchung vermeiden – realistische Planung statt Überfülle
  • ☐ Digitale Grenzen setzen: Mail-Automatik einrichten, Handy-Pausen planen
  • ☐ Kleine Auszeiten im Alltag bereits einplanen und als regelmäßige Gewohnheiten verankern

Während der Auszeit

  • ☐ Ankommen lassen – die erste Zeit ist oft noch Übergang, nicht sofort erwarten, abzuschalten
  • ☐ Achtsamkeit üben: Bei einer Tätigkeit bleiben, nicht multitasken, Dich nicht in Gedanken verlieren
  • ☐ Genussmomente bewusst erleben – Kaffee wirklich schmecken, Mahlzeiten genießen
  • ☐ Bewegung nur, wenn es sich gut anfühlt – kein Leistungsdruck, keine Optimierung
  • ☐ Rückzug ermöglichen – Zeit allein haben, wenn nötig
  • ☐ Digitale Distanz halten – Mails und Nachrichten minimieren oder ganz pausieren
  • ☐ Auf Signale hören: Wenn Du langsamer wirst, die Gedanken leiser, der Atem tiefer – das funktioniert

Nach der Auszeit

  • ☐ Den Rhythmus nicht sofort wieder hochfahren – langsam reintegrieren
  • ☐ Kleine Gewohnheiten aus der Auszeit in den Alltag mitnehmen – nicht alles vergessen
  • ☐ Regelmäßigkeit einplanen – Auszeiten sind keine einmalige, sondern eine wiederkehrende Notwendigkeit
  • ☐ Mit Dir selbst überprüfen: Was hat wirklich gutgetan, was möchtest Du nächstes Mal anders machen?

Häufige Fragen (FAQ)

 

Wie lange muss eine echte Auszeit sein?

Es gibt keine magische Mindestdauer. Selbst kleine Alltagspausen von 5–15 Minuten, die bewusst und vollständig genutzt werden, können entlastend wirken. Für tiefere, nachhaltige Erholung braucht es aber meist mindestens 2–3 Tage, da die ersten Stunden oft noch im Übergangsmodus sind.

 

Ich habe kaum Zeit für eine längere Auszeit. Was kann ich konkret tun?

Beginne mit kleinen, regelmäßigen Auszeiten im Alltag. Ein ruhiges Frühstück ohne Hektik, ein bewusster Spaziergang, ein Buch lesen, ein paar Minuten ohne Handy – diese Momente zählen wirklich, wenn sie bewusst und vollständig genutzt werden. Plane sie fest ein, als ob sie wichtige Termine wären.

 

Warum kann ich nicht abschalten, obwohl ich freihabe?

Das ist häufig ein Zeichen dafür, dass die innere Anspannung zu hoch ist oder Dein Nervensystem zu aktiviert ist. Dein Körper braucht mehr Zeit und/oder eine unterstützendere Umgebung. Ein ruhiger Ort, bewusste digitale Distanz und genug unverplante Zeit helfen Deinem Nervensystem, wirklich herunterzufahren.

 

Ist es egoistisch, mir regelmäßig Auszeit zu nehmen?

Nein. Das ist ein häufiges Missverständnis. Wer sich selbst Zeit und Raum gibt, kommt stabiler, ausgeglichener und motivierter zurück. Das kommt auch Deinem Umfeld zugute – Du bist präsenter, geduldiger, leistungsfähiger. Selbstfürsorge ist Voraussetzung, nicht Luxus oder Egoismus.

 

Welche Auszeit ist am besten für mich?

Die beste Auszeit ist die, die zu Deinem echten Bedürfnis passt – nicht die, die andere empfehlen oder die auf Instagram schön aussieht. Horche in Dich hinein, beobachte, was Dein Körper und Geist brauchen, und wähle das, was sich für Dich authentisch und richtig anfühlt.

 

Muss ich viel Geld ausgeben für eine gute Auszeit?

Nein. Echte Erholung liegt oft nicht im Preis. Ein ruhiger Tag daheim, ein Spaziergang in der Natur, Zeit mit nahestehenden Menschen, ein bewusstes Frühstück – diese Form von Auszeit kann kostengünstig sein. Echte Erholung entsteht durch bewusste Haltung, nicht durch Geldausgabe.

 

Wie oft sollte ich mir eine Auszeit nehmen?

Idealerweise mehrmals im Jahr – je nach Lebensphase, Belastung und Deinem persönlichen Bedarf. Manche Menschen brauchen monatlich eine kurze bewusste Pause, andere einen längeren Rückzug ein- bis zweimal pro Jahr. Es geht um Regelmäßigkeit und präventive Selbstfürsorge statt Notfallrettung, wenn Du bereits am Limit bist.

 

Fazit

Eine echte Auszeit entsteht durch bewusste Entscheidung, die richtige Umgebung und das Vertrauen auf Deinen eigenen Rhythmus. Erkenne Dein Bedürfnis, wähle einen Ort mit stimmiger Atmosphäre und lass Dich auf echte Entschleunigung ein – ohne Druck, ohne Optimierung. Regelmäßige Auszeiten sind der Weg zu besserer Lebensqualität.

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